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Artikel zum Thema Goldanlage

Goldbarren als Geldanlage

16. Mai 2011

Goldbarren sind im Vergleich zu Münzen meist die günstigere Goldanlage. Grundsätzlich gilt: Je größer der Goldbarren, desto geringer der Aufschlag, den ein Kunde auf den reinen Goldpreis zahlen muss.

Der Privatanleger, der durch eine Goldanlage sein Vermögen diversifizieren möchte, steht zunächst vor der Frage, ob er in physisches Gold oder in Wertpapiere, die der Goldpreisentwicklung folgen, investieren soll. In Bezug auf Kosten und Steuern ist eine Direktanlage in Gold meist vorteilhaft im Vergleich zu sogenanntem Papiergold oder Buchgold und auch zu physisch unterlegten Wertpapieren wie Fonds oder ETF (siehe hierzu auch Formen der Goldanlage).

Ist die Entscheidung für ein Investment in physisches Gold gefallen, so hat der Anleger die Frage zu klären, in welcher Form das Gold erworben werden soll. Beim Erwerb von Anlagebarren oder -münzen sind dabei die Kosten im Vergleich mit Sammlermünzen oder auch Schmuck am günstigsten. Auch ist die Handelbarkeit dieser Goldanlagen am besten (siehe Liquidität von Gold- und anderen Edelmetallanlagen). Anlagegold ist dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Menge des enthaltenen Goldes den Wert des Stückes bestimmt und nicht ein immaterieller ‘Sammlerwert’ maßgebend ist, der in der Seltenheit eines bestimmten Stückes begründet liegt.

Vergleicht man Goldbarren mit Goldmünzen, so fällt auf, dass – bezogen auf den gleichen Goldanteil – die Kosten für die Barren regelmäßig geringer sind als die Kosten für Münzen. Ursachen hierfür sind zum einen die geringeren Herstellungskosten für Barren im Vergleich zu Münzen. Münzen werden geprägt, während Barren oft nur gegossen werden (Barren bis 100 Gramm Gewicht werden allerdings meist auch geprägt). Anlagemünzen haben außerdem einen Nennwert und sind zugelassene Zahlungsmittel. Die Münzanstalten lassen sich dies durch höhere Preise vergüten. Die Nennwerte von Goldmünzen liegen aber regelmäßig so weit unter dem Materialwert des Goldes, dass die Funktion als Zahlungsmittel für den Käufer keinen zusätzlichen Nutzen darstellt und damit auch keine höheren Kosten rechtfertigt.

Für Goldbarren wie für Goldmünzen gilt, dass die zusätzlichen Kosten, die ein Käufer über dem Materialwert zu zahlen hat, mit steigender Größe relativ betrachtet immer geringer werden. Betragen die Aufschläge bei 1 Gramm-Barren oder 1/20 Unzen-Münzen (eine Feinunze entspricht ungefähr 31 Gramm) häufig noch weit über 20%, so liegt dieser Aufschlag bei ‘Standard-Barren’ mit ca. 400 Unzen (entspricht ungefähr 12,5 Kilogramm Gewicht) im professionellen Handel deutlich unter 1%.

Für den normalen Kleinanleger ist der Erwerb eines Standard-Goldbarrens aufgrund der damit verbundenen Investitionshöhe (mehr als 300.000.- Euro) nicht möglich. Verschiedene Goldanlage-Anbieter wie z.B. BullionVault oder GoldMoney bieten hierfür aber eine Lösung: Der Kunde erwirbt nicht einen ganzen Standardbarren, sondern einen geringen Anteil an einem Standardbarren. Er profitiert damit von den geringen Kosten eines solchen Barrens. Die Anbieter lassen die Goldbarren zentral sicher verwahren. Die Anleger erwerben aber – im Unterschied zu mit Gold unterlegten Wertpapieren wie ETF – tatsächliches Eigentum an ihrem Gold. Wie bei einer direkten Goldanlage üblich, fallen bei Realisierung von Gewinnen nach einer Haltedauer von einem Jahr keine Steuern – und damit auch keine Abgeltungssteuer wie bei Gold-Zertifikaten oder -ETF – an.

Die sichere zentrale Verwahrung bringt aber noch einen weiteren Vorteil mit sich: Anleger können bei Bedarf schnell – bei vielen Anbietern online – mehr Gold hinzu kaufen oder auch Gold verkaufen. Einige Anbieter bieten diese Möglichkeit täglich und rund um die Uhr an. Diese umfangreiche Handelbarkeit kann in Krisenfällen oder auch bei länger andauernden Preisrückgängen sehr wertvoll sein (siehe Liquidität von Gold- und anderen Edelmetallanlagen).

 


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