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Artikel zum Thema Goldanlage

Gold-Aktien versus direkter Kauf von Gold?

03. Mai 2011

Goldaktien oder genauer Goldminenaktien werden häufig als Alternative zu einer Direktanlage in Gold angesehen. Trustable Gold vergleicht die beiden Anlageformen.

Was sind Goldminenaktien?

Goldminenaktien sind Aktien von Unternehmen, die Gold fördern. Durch den Erwerb von Goldminenaktien erwirbt der Anleger einen Anteil an einem Goldminenbetreiber und damit einen Anteil an dessen Gewinn.

Der Gewinn eines Goldminenbetreibers ergibt sich insbesondere aus der Menge des geförderten Goldes, dem Goldpreis sowie den Kosten des Minenbetreibers für die Förderung. Neben dem Marktpreis für Gold spielen daher auch firmenspezifische Faktoren wie das Goldvorkommen, die jeweiligen Förderkosten und die Qualität des Managements eine große Rolle für den Gewinn des Goldminenunternehmens und damit für dessen Aktienkurs.

Vergleich von Goldaktien mit der Direktanlage in Gold

Kauft der Anleger Goldminenaktien, so erwirbt er kein ‘pures’ Eigentum an Gold, sondern einen Firmenanteil. Die tatsächlich in Vorkommen des Unternehmens vorhandene Menge an Gold sowie die notwendigen Kosten zu deren Hebung und Verwertung sind mit Unsicherheiten behaftet. Einzelne Goldminenbetreiber und deren Aktienkurse können sich bei einem Anstieg oder Rückgang des Goldpreises sehr unterschiedlich entwickeln.

Grundsätzlich gilt, dass der Kurs von Goldminenaktien im Vergleich mit der Direktanlage in physisches Gold stärker ausschlägt. Goldminenbetreiber benötigen einen bestimmten Mindestgoldpreis, um profitabel zu sein. Fällt der Goldpreis unter diesen Preis, rutscht das Unternehmen schnell in die Verlustzone. Steigt der Goldpreis dagegen, so entwickelt sich der Gewinn des Minenbetreibers oft überproportional zum Goldpreis. Man spricht daher bei der Anlage in Goldaktien auch von einer ‘gehebelten’ Anlage in Gold.

Für den Anleger ist wichtig, dass eine Anlage in Goldminenaktien deutlich riskanter als ein direktes Investment in Gold ist. Bei einem einzelnen oder mehreren Unternehmen können sich Gewinn und Aktienkurs aufgrund von Neubewertungen von Vorkommen oder aus anderen operativen Gründen von der Entwicklung des Goldpreises abkoppeln. Aufgrund des Hebels wäre aber auch bei einem völligen Ausschluss solcher Faktoren ein Investment in solche Aktien deutlich volatiler und damit riskanter als ein direktes Investment in Gold.

Realisierte Kursgewinne aus Goldaktien unterliegen in Deutschland unabhängig von der Haltedauer der Abgeltungsteuer von 25%. Gewinne aus physischen Gold sind dagegen nach einer Haltedauer von mindestens einem Jahr steuerfrei.

Fazit

Für den sicherheitsorientierten Anleger ist der Erwerb von Goldminenaktien keine Alternative zur Direktanlage in Gold. Goldminenaktien sind grundsätzlich höheren Schwankungen ausgesetzt als der Goldpreis, hinzu kommen firmenspezifische Faktoren und Risiken.

Aber auch bei einer Anlage in einen Goldminenfonds setzt sich der Anleger höheren Schwankungen und Risiken aus.

Goldminenbetreiber können vom Markt verschwinden und damit ihre Aktien wertlos werden. Der Goldpreis könnte zwar auch stark sinken – aber physisches Gold wird niemals wertlos werden.

Hinzu kommt für den nicht nur kurzfristig orientierten Anleger das Argument, dass ein Direktinvestment in Gold nicht der Abgeltungssteuer unterliegt.

Für Anleger, die weniger Wert auf Sicherheit legen, mögen Minenaktien interessant sein, sie sollten sich der Risiken jedoch bewusst sein.

 


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