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Artikel zum Thema Goldanlage

Tresorgold – Physisches Gold als Anlageprodukt

20. Juli 2011

Tresorgold, das heißt sicher verwahrtes physisches Gold, vereint die Vorteile einer physischen Goldanlage mit denen eines standardisierten Anlageproduktes. Inzwischen bietet auch eine erste große deutsche Direktbank Tresorgold an.

Unsicherheit treibt Anleger in Gold

Die weiter bestehende Unsicherheit an den Finanzmärkten hat in den vergangen Wochen viele Anleger dazu bewegt, einen Teil ihres Geldes in Gold zu investieren oder über eine Goldanlage zumindest nachzudenken.

Trotz der Tatsache, dass Gold seit Monaten regelmäßig in den Wirtschafts- und Tageszeitungen ein Thema ist, sind sich viele (potenzielle) Anleger über den für Sie besten Weg zur Goldanlage unsicher. Dies bestätigen auch regelmäßig Erhebungen, die zeigen, dass die Zahl der deutschen Anleger, die an einer Goldanlage interessiert sind, deutlich größer ist als die Zahl derer, die tatsächlich in Gold investiert sind. So ergab eine Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit Demoskopie Allensbach vom November 2010, dass 19% der Berufstätigen Gold als ideale Form der Alterssicherung ansehen. Eine Studie der Steinbeis Hochschule Berlin mit dem Titel “Goldbesitz der Privatpersonen in Deutschland” aus dem gleichen Monat kam allerdings zu dem Ergebnis, dass nur ca. 1,7% des Vermögens der Deutschen der Deutschen in Goldanlagen investiert ist – nämlich ca. 0,4% in Gold-Wertpapieranlagen und 1,3% in physischem Gold.

Physisches Gold als Geldanlage

Dass der bedeutend größere Anteil der Anlagen in physischem Gold und nicht in Gold-Wertpapieren liegt, überrascht dabei nicht. In Deutschland unterliegen Anlagen in physisches Gold nicht der Abgeltungsteuer, realisierte Gewinne nach einer Haltedauer von einem Jahr sind damit steuerfrei. Gewinne aus mit Gold besicherten Wertpapieren wie Fonds, ETF, ETC (z.B. Xetra-Gold) oder nicht mit Gold besicherten Wertpapieren wie Gold-Zertifikaten unterliegen dagegen grundsätzlich der Abgeltungsteuer von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls der Kirchensteuer.

Bei einer Anlage in physisches Gold wird der Anleger außerdem im rechtlichen Sinne Eigentümer des Goldes. Bei Exchange Traded Commodities (ETC) wie Xetra Gold oder Zertifikaten ist dies nicht der Fall. Deutsche Publikumsfonds dürfen nur zu maximal 30% in Gold investieren.

Die Anlage in physisches Gold ist also aus steuerlicher Sicht und unter Sicherheitsaspekten vorteilhaft – wäre da nicht das Problem der sicheren Lagerung. Grundsätzlich gibt es für den Anleger in physisches Gold drei Möglichkeiten der Verwahrung: Die Lagerung zu Hause, die Lagerung in einem Bankschließfach oder die professionelle Lagerung in Tresoren.

Die private Lagerung zu Hause kann man nicht empfehlen, sofern es sich nicht nur um einige Münzen handelt; Tresore der notwendigen Sicherheitsklasse, die auch von den Hausratversicherungen anerkannt werden, sind teuer und die Angst vor einem möglichen Überfall ist berechtigt. Die Lagerung in einem Schließfach kostet ca. 100 Euro pro Jahr und bei höheren Anlagebeträgen ist meist eine Zusatzversicherung notwendig. Einige Banken haben auch gar keine Schließfächer mehr verfügbar. Bleibt als Alternative das Tresorgold: Die zentrale Verwahrung von physischem Gold durch Banken oder professionelle Sicherheitsunternehmen.

Tresorgold inzwischen auch für ‘normale’ Anleger verfügbar

Während Tresorgold in der Vergangenheit fast ausschließlich von Privatbanken nur einer sehr betuchten Kundschaft angeboten wurde, gibt es seit einigen Jahren auch Anbieter, die Tresorgold für den ‘normalen’ Anleger zugänglich machen.

Vorreiter sind die Unternehmen GoldMoney und Bullionvault, die inzwischen viele tausend Kunden haben und jeweils Anlagegelder von mehr als 1 Milliarde US-Dollar für Anleger in Gold verwahren.

Seite Ende 2010 bietet beispielsweise auch die DAB Bank, eine Tochter des europäischen Bankenriesen Unicredit (früher Hypovereinsbank) Kunden den Handel mit zentral verwahrtem physischen Gold an.

Vorteile einer physischen Goldanlage und eines standardisierten Anlageproduktes

Tresorgold vereint die Vorteile einer physischen Goldanlage hinsichtlich steuerlicher Behandlung und direktem Eigentum am Gold mit den Vorteilen eines modernen Anlageproduktes wie verhältnismäßig geringen Kosten, hoher Liquidität und professioneller Verwahrung.

Kunden, die in Tresorgold investieren, werden rechtlich Eigentümer des Goldes. Eine theoretische Insolvenz des Anbieters würde an dieser Tatsache nichts ändern, das Gold der Kunden gehört nicht zur Konkursmasse und bliebe daher weiterhin deren Eigentum. Die Anbieter von Tresorgold ermöglichen ihren Kunden auf Wunsch auch die Auslieferung des Goldes – allerdings gegen zusätzliche Gebühren.

Da die Anbieter von Tresorgold Gold in großen Stückelungen und hohen Mengen einkaufen und verwahren, können sie ihren Kunden oft deutlich günstigere Aufpreise anbieten, als es bei Münzhändlern oder in Bankfilialen für kleine Goldmünzen oder Goldbarren der Fall ist. Der Kunde muss sich nicht selbst um die Lagerung kümmern, diese erfolgt in Hochsicherheitstresoren, in denen das Gold versichert lagert – und das oft zu Konditionen, die sogar unter den laufenden Kosten eines ETF liegen können.

Wie andere Anlageprodukte ist Tresorgold daher einfach in der Handhabung. So kann ein Anleger sein Gold gegebenenfalls auch wieder schnell und zu fairen Konditionen verkaufen, das Liquiditätsrisiko ist daher gering – ein Punkt, der häufig von vielen Anlegern, die Gold privat oder in Schließfächern lagern, unterschätzt wird.

Vertrauenswürdigkeit des Anbieters

Entscheidet sich ein Anleger für eine Anlage in Tresorgold, so hat die Auswahl des geeigneten Anbieters eine hohe Bedeutung. Anleger sollten insbesondere auf die folgenden Punkte bei der Auswahl eines konkreten Anbieters beziehungsweise eines konkreten Angebotes von Tresorgold achten:

  • Wird der Anleger im rechtlichen Sinne Eigentümer des Goldes?
  • Erfolgt die Verwahrung des Goldes durch ein vom Anbieter unabhängiges und anerkanntes Sicherheitsunternehmen?
  • Werden die Goldbestände regelmäßig durch unabhängige Prüfer überprüft und die Ergebnisse veröffentlicht?
  • Welche Kosten fallen für Kauf und die sichere Verwahrung an?
  • Lässt sich die Goldanlage auch schnell und zu fairen Preisen wieder verkaufen?

 

Trustable Gold vergleicht unter www.trustablegold.de/anbietervergleich/ Angebote von Tresorgold nach diesen Kriterien.

Fazit – Tresorgold oft eine sinnvolle Alternative

Tresorgold macht eine physische Goldanlage so einfach, wie es Anleger von anderen Anlageprodukten gewohnt sind. Neben den etablierten internationalen Anbietern bietet mit der DAB Bank auch die erste größere deutsche Bank ihren Kunden inzwischen Tresorgold an. Es steht zu hoffen, dass in der Zukunft weitere seriöse Anbieter, insbesondere aus dem Kreis der deutschen Banken, diesem Beispiel folgen werden.

Natürlich wird es weiterhin Menschen geben, die das von ihnen erworbene Gold in Händen halten möchten. Sieht man von der Möglichkeit ab, sich das Gold auch ausliefern zu lassen, ist das bei Tresorgold naturgemäß nicht möglich. Betrachtet man Gold jedoch als Anlageprodukt, so scheint Tresorgold für die meisten Anleger hinsichtlich Kosten, steuerlicher Behandlung, Einfachheit und auch Sicherheitsaspekten oft die beste Alternative zu sein.

 


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