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Artikel zum Thema Goldanlage

Gold an der Börse handeln

19. Mai 2011

Physisches Gold wird an verschiedenen Börsen gehandelt. Privatanleger haben zu diesem Handel an einer Goldbörse in der Regel keinen Zugang, aber für sie gibt es seit einiger Zeit Alternativen.

Der steigende Goldpreis und die Unsicherheit aufgrund der aktuellen Finanzkrise hat viele Privatanleger dazu gebracht, sich für eine Goldanlage zu interessieren. Aufgrund der unterschiedlichen steuerlichen Behandlung einer Direktanlage in Gold im Vergleich zu indirekten Gold-Investments über Zertifkate, Fonds oder ETF sowie aufgrund von Sicherheitserwägungen präferien viele Anleger dabei eine Direktanlage in physisches Gold.

Der Gedanke, Gold direkt an einer Börse kaufen und verkaufen zu können, wie das für viele Anleger in Zeiten von Direktbanken und Online-Brokerage für andere Anlageprodukte schon lange üblich ist, klingt verlockend. Leider ist der Handel von physischem Gold über klassiche Börsen nicht offen für Jedermann und wird auch nur von wenigen Börsen überhaupt betrieben.

Die London Metal Exchange, kurz LME, ist eine der weltweit führenden Börsen für den Handel von Metallen und Edelmetallen und auch stark im Goldhandel engagiert. Sie bietet aber nur professionellen Marktteilnehmern einen Zugang, der Handel in Gold findet außerdem nur “over the counter”, d.h. bilateral zwischen jeweils zwei Parteien statt. Man kann also nicht von einem wirklichen Börsenhandel sprechen.

Die Shanghai Gold Exchange bietet in China seit 2002 den Handel mit Gold über die Börse an. Für westliche Anleger ist dieser Handel allerdings nicht zugänglich.

Verschiedene Futures- und Optionsbörsen bieten den Handel mit Gold-Derivaten oder Gold-Futures an, aber nicht mit physischem Gold. Auch der Handel mit Contract for Differences oder das sogenannte Spread Betting, das inzwischen einige Trading-Plattformen auch in Deutschland Privatanlagern anbieten, ist wohl meist nur etwas für sehr erfahrene und spekulative Anleger und damit nicht für den typischen Kleinanleger, der sein Portfolio absichern möchte.

Seit einigen Jahren bietet BullionVault (siehe Profil) auch in Deutschland Privatpersonen den Kauf und Verkauf sowie Handel mit physischem Gold über die eigene Online-Plattform an. Ein Kauf von Gold ist erst nach Eingang der Zahlungsmittel möglich, es gilt damit immer sofortiges ‘Full Settlement’, der Anleger trägt kein Erfüllungsrisiko (‘Settlement Risk’). Außerdem erwirbt der Anleger Eigentum an seinem Gold – ein grundsätzlicher Unterschied zu Gold-Zertifikaten, aber auch vielen Goldfonds und Gold-ETF.

Eigentum an Gold erwerben auch die Kunden der DAB Bank, denen dem es seit Ende 2010 möglich ist, zentral gelagertes physisches Gold zu kaufen oder verkaufen. Die DAB Bank (siehe Profil) kooperiert dabei mit der UBS Bank in der Schweiz, die den Handel im Hintergrund abwickelt. Es handelt sich hierbei also nicht wirklich um eine Goldbörse. Der Kunde kann allerdings Gold ähnlich wie Aktien oder anderen Wertpapiere direkt über das Internet kaufen und verkaufen. Und das zu Preisen, die sich am internationalen Goldpreis orientieren.

Eine Direktanlage in physisches Gold gilt nicht als Finanzprodukt und realisierte Gewinne unterliegen damit nicht der Abgeltungssteuer. Nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr wird auch keine Einkommensteuer auf realisierte Gewinne fällig, das bedeutet, dass eventuelle Gewinne steuerfrei sind.

 


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