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Gold als Anlage | Kosten der Goldanlage

Kosten der Goldanlage

Im Unterschied zu anderen Anlageprodukten ist die Anlage in physisches Gold komplett unreguliert. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Kostenstrukturen der verschiedenen Anbieter. Das macht den Vergleich einzelner Angebote für den Privatanleger schwierig und zeitaufwändig.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wichtigsten in Betracht kommenden Kostenkomponenten:

‘Spread’ oder Preisdifferenz

Der ‘Spread’ bezeichnet die Differenz zwischen dem Ankaufs- und Verkaufspreis für Gold bzw. ein bestimmtes Stück Gold wie einen Barren oder eine Münze. Goldhändler verkaufen nicht nur Münzen und Barren zu bestimmten Preisen, sondern bieten oft auch den Ankauf von Münzen oder Barren – allerdings zu geringeren Preisen – an.

Die Differenz zwischen dem Ankaufs- und Verkaufspreis bezeichnet man im Englischen als ‘Spread’. Der ‘tatsächliche’ Goldpreis, wie er beispielsweise im Rahmen des London Gold Fixing zweimal börsentäglich bestimmt wird, liegt normalerweise zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufspreis der Anbieter. Durch die Aufschläge beim Verkauf und die Abschläge beim Ankauf von Gold können die Anbieter Gewinne erzielen, allerdings entstehen ihnen auch Kosten, beispielsweise für die Prägung von Münzen.

Marge/ Aufschlag/ Agio

Erwirbt ein Anleger Gold von einem Anbieter, zahlt er also im Normalfall mehr als den aktuellen Goldpreis laut London Gold Fixing oder den von den Börsen gestellten Preisen. Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis des Anbieters und dem aktuellen Goldpreis laut London Gold Fixing oder einer anderen anerkannten Instanz, wie z.B. dem World Gold Council (das den Preis ständig und nicht nur zweimal täglich aktualisiert), nennt man ‘Marge’. Andere Bezeichnungen für die Marge können z.B. Aufschlag oder Agio sein.

Auch bei einem Verkauf bieten Anbeiter oft einen geringeren Preis an. In diesem Fall spricht man beispielsweise von einem Abschlag oder Disagio. Der Aufschlag beim Verkauf und der Abschlag beim Ankauf durch den Anbieter ergeben zusammenaddiert den ‘Spread’.

Kommission/ Gebühr

Neben den Kosten in Form von Marge/ Spread gibt es auch weitere Kosten in Form von Kommissionen oder Gebühren, die meist prozentual auf den Anlagebetrag berechnet werden, z.B. in Höhe von 1% des Anlagebetrages. Aus unserer Sicht ist diese Art der Kostenberechnung für den Kunden vorteilhaft, da er hier auf Anhieb die Höhe der Kosten einschätzen kann. Viele Anbieter verlangen vom Kunden aber nicht nur einen (impliziten) Aufschlag oder eine Gebühr, sondern beides.

Lagerungsgebühr

Bei zentral gelagertem physischen Gold verlangen die Anbieter neben Gebühren/Aufschlägen bei An- und Verkauf regelmäßig auch Gebühren für die Lagerung des Goldes.

Diese Gebühren errechnen sich meist aus einem monatlich, halbjährlich oder jährlich berechneten Prozentsatz auf den Anlagebetrag, z.B. 0,8% pro Jahr. Regelmäßig verlangen Anbieter hier aber auch eine Mindestgebühr.

 



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